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	<title>dtv Magazin &#187; Interview</title>
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	<itunes:summary>Der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentiert gelesene Ausschnitte aus aktuellen Büchern mit persönlichen Anmerkungen von Autorinnen, Autoren und Verlagsmenschen. Weitere Informationen zu den vorgestellten Büchern finden Sie unter dtv.de</itunes:summary>
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		<title>dtv Magazin &#187; Interview</title>
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		<title>Sie fragen &#8211; Ben Aaronovitch antwortet!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 13:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[›Die Flüsse von London‹ ist bei vielen von Ihnen auf große Begeisterung gestoßen und wir haben zahlreiche positive Kommentare bekommen. Dafür wollen wir uns jetzt bei Ihnen bedanken: In Kürze erscheint mit ›Schwarzer Mond über Soho‹ der zweite Fall für Constable Peter Grant. Und weil wir Sie nicht so lange auf die Folter spannen wollen, können unsere Facebook-Fans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dtv.de/buecher/schwarzer_mond_ueber_soho_21380.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-23278" title="Ben Aaronovtich: Schwarzer Mond über Soho" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/05/Schwarzer-Mond-ueber-Soho_5401.jpg" alt="" width="540" height="319" /></a></p>
<p>›<a href="http://www.dtv.de/buecher/die_fluesse_von_london_21341.html">Die Flüsse von London</a>‹ ist bei vielen von Ihnen auf große Begeisterung gestoßen und wir haben zahlreiche positive Kommentare bekommen. Dafür wollen wir uns jetzt bei Ihnen bedanken: In Kürze erscheint mit ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/schwarzer_mond_ueber_soho_21380.html">Schwarzer Mond über Soho</a>‹ der zweite Fall für Constable Peter Grant. Und weil wir Sie nicht so lange auf die Folter spannen wollen, können unsere Facebook-Fans ab Anfang Juni bei ›<a href="http://www.facebook.com/dtvVerlag/app_221460014534454" target="_blank">Vorgeblättert</a>‹ schon vorab und exklusiv in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/schwarzer_mond_ueber_soho_21380.html">Schwarzer Mond über Soho</a>‹ blättern.</p>
<p>Sie wollen mehr von und über <a href="http://www.dtv.de/autoren/ben_aaronovitch_14167.html">Ben Aaronovitch</a> erfahren? Dann fragen Sie ihn doch einfach! Neben der Leseprobe finden Sie bei ›<a href="http://www.facebook.com/dtvVerlag/app_221460014534454">Vorgeblättert</a>‹ auch ein Interview mit <a href="http://www.dtv.de/autoren/ben_aaronovitch_14167.html">Ben Aaronovitch</a> &#8211; mit Ihren Fragen! <br />Einfach hier per Kommentarfunktion Ihre Frage stellen. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Exemplar von ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/schwarzer_mond_ueber_soho_21380.html">Schwarzer Mond über Soho</a>‹.<br />Einsendeschluss ist der 31. Mai.</p>
<p><span id="more-23256"></span></p>
<p>Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby &#8211; sollte man meinen. Denn seit Kurzem arbeitet Peter Grant in einer Abteilung, die sich mit ganz und gar nicht normalen Dingen befasst: Ihr Spezialgebiet ist – die Magie.<br />Eines Abends wird Peter zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen und findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn eine Leiche unüberhörbar und mit viel Swing <em>Body and Soul</em> spielt? </p>
<p>PS: Alle, die nicht bei Facebook sind, können das Interview Anfang Juli auch hier, in unserem Online Magazin lesen!</p>
<p><strong>Der erste Fall für Constable Peter Grand:</strong></p>
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				<!-- Cover -->
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					<!-- Cover -->
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						<img width="110" src="http://www.dtv.de/_cover/175/9783423213417.jpg" alt="Die Fl&uuml;sse von London" />
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					Ben Aaronovitch				</div>
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					Die Flüsse von London				</div>
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		<title>Chandrahas Choudhury</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Chandrahas Choudhury]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine König von Bombay]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview spricht Chandrahas Choudhury über seinen Debütroman ›Der kleine König von Bombay‹, die Bedeutung des indischen Kinos im Buch und darüber, wie ihn das Schreiben verändert hat. 1) Können Sie uns in drei Sätzen beschreiben, worum es in ›Der kleine König von Bombay‹ geht? ›Der kleine König von Bombay‹ ist die Geschichte eines Kleinwüchsigen, eines Zwergs Mitte zwanzig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Interview spricht <a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/chandrahas_choudhury.cfm">Chandrahas Choudhury</a> über seinen Debütroman ›<a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/">Der kleine König von Bombay</a>‹, die Bedeutung des indischen Kinos im Buch und darüber, wie ihn das Schreiben verändert hat.</p>
<p><span id="more-23159"></span></p>
<p><strong>1) Können Sie uns in drei Sätzen beschreiben, worum es in ›<a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/">Der kleine König von Bombay</a>‹ geht?</strong></p>
<p><a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/"><img class="alignleft  wp-image-23168" title="Chandrahas Choudhury: Der kleine König von Bombay" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/05/der-kleine-koenig_L.jpg" alt="" width="211" height="257" /></a>›<a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/">Der kleine König von Bombay</a>‹ ist die Geschichte eines Kleinwüchsigen, eines Zwergs Mitte zwanzig, der meint, er habe sich trotz seiner Unzulänglichkeiten seinen Platz in der Welt erobert, und der jetzt um diesen Platz betrogen wird. Arzee arbeitet als Filmvorführer in einem alten Kino von Bombay, und der Roman erzählt die Geschichte zweier seltsamer  Wochen in seinem Leben, in denen sich alles, was er kennt – oder meint zu kennen – auflöst. Der Roman ist eine dunkle Komödie über das ewige Ringen der Menschen um einen Lebensentwurf zwischen Romantik und Pragmatismus.</p>
<p><strong>2) Sie sagten einmal, dass jede Geschichte eine gewisse Absicht oder ein bestimmtes Motiv beinhalten sollte. Können Sie uns etwas über ihr Anliegen im Hinblick auf  ›<a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/">Der kleine König von Bombay</a>‹ erzählen?</strong></p>
<p>Ja, aber vielleicht sollte dieses Motiv vom Autor geheim gehalten und vom Leser intuitiv erfasst werden. Das macht den Reiz des Romanelesens aus. Es wäre nicht richtig, eine vollständig ausgearbeitete  Geschichte durch die Intention hinter dieser Geschichte zu ersetzen. Die zentrale Intention hinter allem Geschichtenerzählen ist es, ein bestimmtes Empfinden der Freuden und Probleme, die das Leben mit sich bringt, in eine narrative Form zu bringen. Davon abgesehen hat jeder Autor seine oder ihre privaten Gründe, Geschichten zu erzählen.</p>
<p><strong>3) In einem Interview sagten Sie einmal, dass Sie nicht zu sehr auf die indische Filmindustrie Bezug nehmen wollten, da dies in der indischen Literatur sehr oft getan wird. Dennoch haben Sie  für Arzee den Beruf eines Filmvorführers in einem alten indischen Kino gewählt. Warum?</strong></p>
<p>Wenn Sie das Buch lesen, werden Sie sehen, dass das Kino ein Ort mit vielen anderen Bedeutungen ist und nicht nur ein Hinweis auf die Bollywood Industrie. So dient das Kino Arzee als eine Art zweiter Körper – ein Körper, der viel größer und viel stärker als sein eigener ist. Wenn er in dem Vorführraum im obersten Geschoss des Kinos ist, sieht er auf die Welt hinunter, nicht von unten zu ihr hinauf, wie er es normalerweise tut. Die Dunkelheit des Kinos bietet Arzee einen Raum voller Behagen und Mysterium – hier kann er sich in seinen Träumen verlieren. Er hat eine  starke Beziehung zu dem Gebäude, dem Projektor (ein deutsches Gerät, der Babur, eigentlich  ›Bauer‹), dem Personal, zur  Idee der Filmvorführung, dem Rhythmus des Kinolebens, der Nachbarschaft  des Kinos. Im Kern der Geschichte geht es darum, wie Menschen ihre Träume und Wünsche auf die Welt projizieren, für die der »große Beamer« des Kinos als eine Metapher gesehen werden kann.</p>
<p><strong>4) Arzee ist sehr beeindruckt von Shireen, der blinden Tochter von Phiroz. Es sieht so aus, als gebe es zwischen den beiden sofort eine Verbindung. Eine Anspielung auf den berühmten Satz von Éxupery: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«?</strong>  </p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-23171" title="Chandrahas Choudhury" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/05/Chandrahas-210.jpg" alt="" width="210" height="290" />Ja, Ihr Zitat ist sehr passend, und besonders bedeutsam gerade insofern als die Erzählung von Arzee äußerst bildhaft ist. Viele Leser des Buches in Indien haben geäußert, dass sie diese Begegnung sehr genossen haben und sich mehr für die beiden davon erhofft hätten. Natürlich gründet sich der Erfolg eines Buches fast genauso sehr darauf, was dem Leser verwehrt wird, wie darauf, was er bekommt. Die Szene zeigt auch, wie wichtig es ist, Geheimnisse zu nähren, wenn wir uns eine starke Position im Leben schaffen wollen. Arzee kannte Phiroz mehr als zehn Jahre, aber Phiorz hat ihn nie bis zu Shireen durchgelassen.  </p>
<p><strong>5) Die einzige Frau, mit der Arzee eine Beziehung hat, ist eine Friseuse, also jemand, der an der Schönheit anderer Menschen arbeitet. Warum haben Sie gerade diesen Beruf für die Frau, die Arzee liebt, gewählt, wo dieser doch aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit weit von jedem Schönheitsideal entfernt ist?</strong></p>
<p>Nun, warum denn nicht? Jemand, dessen Arbeit darin besteht, andere Menschen schöner zu machen, ist auch jemand, der genau weiß, wie oberflächlich die Definition von Schönheit ist, die nur auf das Äußere Wert legt – jemand, der sehr wachsam gegenüber dem Gesicht hinter der Maske ist. Monique ist zudem eine Frau deren gesellschaftliche Position nicht klar bestimmt ist und die eine bestimmte stereotype Art männlicher Aufmerksamkeit gar nicht mag.  </p>
<p><strong>6) Sie sind selbst Literaturkritiker, haben Ihren eigenen Literaturblog und schreiben auch für verschiedene Medien, wie z.B. die <em>New York Books Review</em>. Wie war es für Sie, die Seiten zu wechseln und vom Kritiker zum Kritisierten zu werden?</strong></p>
<p>Ich sehe es eigentlich überhaupt nicht als Seitenwechsel. Viele Schriftsteller schreiben Rezensionen über andere Bücher – das ist eine Art, die vielen Freuden eines Lebens mit Literatur zu genießen. So sehr es keine Literatur ohne großartige Romane, Theaterstücke und Gedichte geben kann, so kann es keine wirkliche oder reiche Literaturkultur ohne intelligente Literaturkritik geben. Ich betrachte Literaturkritik nicht nur als eine Antwort auf Literatur, sondern auch als einen eigenständigen Literaturzweig. Wenn sie richtig gut ist, kann sie dieselbe metaphorische Schönheit haben und den Appetit für Ideen und Geschichten anregen, wie die Romane selbst.</p>
<p><strong>7) Hat das Schreiben von ›<a href="http://www.der-kleine-koenig-von-bombay.de/buecher/24917-der_kleine_koenig_von_bombay/">Der kleine König von Bombay</a>‹ Sie als Person verändert?</strong></p>
<p>Ich denke, so sehr ich selbst die Erschaffung meines Buches war, so sehr war mein Buch die Erschaffung meiner selbst. Es hat mir viele Türen in die Welt geöffnet - wie nicht zuletzt diese neue Tür im Mai in Deutschland.</p>
<p><em>Interview: Marianne Bohl, dtv</em></p>
<p><strong>Bis zum 15. Juni können Sie mit unserem Gewinnspiel zu ›Der kleine König von Bombay‹ tolle Preise gewinnen! <a href="http://www.magazin.dtv.de/index.php/2012/05/02/chandrahas-choudhury-der-kleine-konig-von-bombay/">Jetzt mitmachen!</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Andrea Bajani: Liebe und andere Versprechen</title>
		<link>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2012/03/30/andrea-bajani-liebe-und-andere-versprechen-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=andrea-bajani-liebe-und-andere-versprechen-2</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 09:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Bajani]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe und andere Versprechen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview spricht der Star der modernen italienischen Literatur, Andrea Bajani, über seinen Werdegang als Schriftsteller, die Wichtigkeit von Reisen für sein Schreiben und seinen neuen Roman ›Liebe und andere Versprechen‹. 1. Sie haben einmal gesagt, dass Ihre Geschichten alle mit einer Reise beginnen. Warum? Nichts verschiebt den eigenen Blick auf die Dinge so verlässlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Interview spricht der Star der modernen italienischen Literatur, <a href="http://www.andrea-bajani.de/autor.cfm">Andrea Bajani</a>, über seinen Werdegang als Schriftsteller, die Wichtigkeit von Reisen für sein Schreiben und seinen neuen Roman ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹.</p>
<p><span id="more-21726"></span><strong>1. Sie haben einmal gesagt, dass Ihre Geschichten alle mit einer Reise beginnen. Warum?</strong></p>
<p><a href="http://www.andrea-bajani.de/autor.cfm"><img class="alignleft size-full wp-image-22112" title="Andrea Bajani" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/03/bajani_178.jpg" alt="" width="178" height="248" /></a>Nichts verschiebt den eigenen Blick auf die Dinge so verlässlich wie Reisen. Reisen zwingt uns, unseren Ausgangspunkt mit anderen Augen zu betrachten. Und Literatur ist ihrer Berufung nach der Versuch, das, was wir immer vor Augen haben, so zu erzählen, dass es völlig neu erscheint. Die Welt ist immer wieder neu, weil unser Blick immer wieder ein neuer ist. Und Reisen heißt außerdem, die eigenen Sicherheiten zu verlieren, sich in Unentdecktes hinein zu begeben. Es heißt, mit neuen Unsicherheiten in neue Gebiete vorzudringen. Unsicherheit zwingt einen immer dazu, alle Sinne zu nutzen, auf der Hut zu sein, und genau in diesem Zustand sinnlicher Wachsamkeit entsteht Poesie, die neue andere Welt.<em> </em></p>
<p><strong>2. Könnten Sie uns in ein paar Sätzen beschreiben, worum es in ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹ geht?</strong><em> </em></p>
<p><a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/"><img class="alignright size-full wp-image-22118" title="Andrea Bajani: Liebe und andere Versprechen, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/03/liebe-und_L.jpg" alt="" width="211" height="257" /></a>Die Arbeit von Jahren und die Komplexität einer Geschichte in ein paar wenigen Sätzen zu fassen, ist natürlich immer schwierig. Auf jeden Fall ist ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹, glaube ich, ein Roman über Geheimnisse, über Dinge, die wir nicht aussprechen, in Beziehungen nicht und auch nicht historisch gesehen. Und darüber, dass das Unterschlagene, das Nicht-Ausgesprochene oft mehr im Weg steht und schwerer zu überwinden ist als das, was wir uns gegenseitig sagen. Hier liegen die großen Verdrängungen. Ein Paar, dass sich einem Beziehungsproblem nicht stellt, kann es auch nicht lösen: Es muss mitansehen, wie es immer wiederkommt und mit jedem Tag größer wird, und irgendwann kann es, nur noch zusehen, wie es ihm um die Ohren fliegt, und nichts mehr dagegen machen. Genauso ist ein Land, das sich über die eigene Vergangenheit, auch die scheußlichste, keine Rechenschaft ablegt, sondern sie zu verleugnen versucht, nicht nur zu Albträumen verdammt, sondern auch zu immer neuen Lügen, um die Lügen aufrechtzuerhalten, die es sich erzählt. Und dann ist ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹ vermutlich auch ein Roman darüber, wie wichtig es ist, sich, wenn man Dinge verloren hat, auf die Suche nach ihnen zu machen. Darüber, wie nötig es ist, sich dem eigenen Schicksal zuzuwenden, es nicht einfach so hinzunehmen.<em> </em></p>
<p><strong>3. Wie kamen Sie auf die Idee für diese Geschichte?</strong></p>
<p>Ideen kommen von allein, ohne dass wir es merken. Sie sind Gedanken, die einem immer wieder durch den Kopf gehen und ein Nest bauen, und von da aus suchen sie sich Raum, dehnen sich solange aus, bis sie alle anderen Gedanken dazu gebracht haben, sich nur noch mit dieser einen Geschichte zu befassen. In diesem Fall war ich in einer schwierigen Phase, es ging um eine Trennung, und ich war dabei, mir über alles, was gewesen war, auch über alle Selbstlügen, Rechenschaft abzulegen. Und dabei ist mir klar geworden, dass diese Beziehung nicht meine ganze Vergangenheit war, dass die sich nicht auf ein paar Jahre reduzieren lässt. Es gibt Entscheidungen, auch sehr heftige, sehr gewalttätige, von anderen Leuten getroffene, die das Leben der nachfolgenden Generationen sehr tief prägen. Damit will ich nicht sagen, dass ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹ meine Lebensgeschichte ist: im Gegenteil. Keine Ähnlichkeit. Aber was den Prozess, das Graben betrifft, die sind dieselben. Außerdem hat Literatur die faszinierende und gleichzeitig fast zwanghafte Verpflichtung, die Erdrinde abzudecken und sich tief hinein bis in die Eingeweide zu stürzen.<em> </em></p>
<p><strong>4. Sowohl in ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24866-lorenzos_reise/">Lorenzos Reise</a>‹ als auch in ›<a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24918-liebe_und_andere_versprechen/">Liebe und andere Versprechen</a>‹ macht sich die Hauptfigur auf die Suche nach der Familiengeschichte. Was fasziniert Sie so an diesem Thema?</strong><em> </em></p>
<p><a href="http://www.andrea-bajani.de/buecher/24866-lorenzos_reise/"><img class="alignleft size-full wp-image-22121" title="Andrea Bajani: Lorenzos Reise" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/03/lorenzo_L.jpg" alt="" width="211" height="257" /></a>Es ist ein doppeltes Faszinosum. Zum einen die Familie, zum anderen die Vergangenheit. Die Familie ist einer der interessantesten Organismen, die es gibt, im guten wie im schlechten Sinn. Sie ist ein Ort, an dem Menschen aufeinander treffen, die einander nicht ausgesucht haben, die aber von einem bestimmten Schicksal oder auch Fluch gezwungen werden, mindestens ein paar Jahre lang zusammen zu leben und Entscheidungen und Intimitäten miteinander zu teilen. Und all das nur kraft oder aufgrund des Bluts, von etwas also, das im einzelnen Körper fließt und sich auch den Stammbaum hinauf und hinunter bewegt. Wir Westler als Cartesianer und Rationalisten erheben ja immer den Anspruch, dass unser Leben und unsere Entscheidungen eine logische Begründung haben. Wir schwadronieren gern über unsere Fähigkeit zur Entscheidung. Aber gleichzeitig leben wir in diesem völlig irrationalen, gar nicht selbst entschiedenen Zusammenhang. Literarisch gesehen ist das ein höchst fruchtbarer Widerspruch. Existenziell gesehen kommt&#8217;s auf die Entscheidungen jedes Einzelnen an! Und was die Vergangenheit angeht &#8211; es gibt sie. Es gibt sie so, wie es die Zukunft gibt, und selbstverständlich gibt es die Gegenwart. Von Gegenwart ist viel, zuviel die Rede. In Italien gibt es gerade eine Riesendebatte, und sie ist noch nicht zu Ende, über Die Gegenwart und darüber, wie wichtig es sei, dass die Literatur sich mit Gegenwart beschäftigt. Nun, nach meiner Meinung sollte sich Literatur mit Zeit befassen, nicht mit Gegenwart. Zeit ist ein viel weiterer Raum, in ihm stecken auch Vergangenheit und Zukunft. Literatur wohnt in der Zeit. Vergangenheit und Zukunft in Verbindung zu bringen, darum geht es. Meine Figuren gehen zurück in die Vergangenheit, um die Uhr wieder aufzuziehen. Täten sie diesen Schritt zurück nicht, könnten sie auch keinen Schritt vorwärts tun, nicht wachsen, nicht auf die Zukunft zugehen.<em> </em></p>
<p><strong>5. Wie hat Ihre eigene Reise ins Schriftstellerleben begonnen?</strong> </p>
<p>Angefangen habe ich in Turin in einer Dachkammer, im vierten Stock ohne Heizung. Ich saß mit drei Pullovern und zwei Decken über den Knien am Schreibtisch und schrieb mit frostklammen Fingern, es war Winter. Aber ich wusste genau, hier geht es lang. Ich suchte nach Worten, die all das aus mir herausholten, was ich nicht begriff. Und ich suchte genauso auch nach Worten, die mich in die Welt da draußen bringen konnten, die Welt, in der ich lebte und in der andere Leute mit  viel zu vielen vorgestanzten Worten um sich warfen. Ich musste das unbedingt auf meine Weise alles neu denken. Ich hatte damals alle möglichen Jobs, ich hatte zum Schreiben nur die Nächte und die Wochenenden und die Ferien, nicht gerade zur Freude meiner Freundinnen. Aber nach und nach habe einen Rhythmus und eine Art zu schreiben gefunden, und vor allem Leser. Inzwischen habe ich eine Wohnung mit Heizung: Ich bin also schon ein paar Schritte vorangekommen.<em> </em></p>
<p><strong>6. Hat es Sie und Ihr Leben verändert, nur noch Schriftsteller zu sein?</strong><em> </em></p>
<p>Total. Verändert hat sich, wie ich mit meiner Zeit umgehe, und das ist die, sagen wir, oberflächlichste Veränderung. Dank dieser oberflächlichen Veränderung kann ich zum Beispiel dann schwimmen gehen, wenn nur Rentner, schwangere Frauen und Arbeitslose im Schwimmbad sind (die grübeln beim Schwimmen wahrscheinlich, zu welcher der drei Kategorien ich gehöre&#8230;). Am greifbarsten verändert hat sich die Art und Weise, wie ich die Welt betrachte und wie ich in dieser Welt aktiv werden kann. Vollzeit-Schriftsteller sein bedeutet, ständig die Welt zu lesen, zu vernehmen, ihr Fragen zu stellen und zu versuchen, eine Form zu finden, in der man sie erzählen kann. Es bedeutet, intensiv, vielleicht zu intensiv zu leben und aus all dem jedesmal auf dem Papier eine Darstellung der Welt zu schaffen. Romane sind genau wie Weltkarten: maßstabsgetreue Darstellungen einer Realität, in der wir uns tagtäglich bewegen. Als letztes (alle Veränderungen zu beschreiben, würde ewig dauern) bekommt man dadurch andere Möglichkeiten, in der Welt, in der man lebt, zu agieren, auch politisch. Dass man eine Person der Öffentlichkeit ist, bringt einem sowohl die Verantwortung als auch die Macht, Stellung zur Welt beziehen zu können und die mit möglichst vielen Menschen zu teilen.<em> </em></p>
<p><em>Interview: Julie Wellan</em><br /><em>Übersetzung: Pieke Biermann</em></p>
<p><strong><em>Das vollständige Interview finden Sie unter: <a href="http://www.andrea-bajani.de/">www.andrea-bajani.de</a></em></strong></p>
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		<title>Peter Probst: Im Namen des Kreuzes</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Im Namen des Kreuzes]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Probst]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview spricht Autor Peter Probst über die katholische Kirche, seinen neuen Krimi ›Im Namen des Kreuzes‹ und seine Beweggründe, seinen Krimi im kirchlichen Milieu spielen zu lassen. Nach dem Neonazi-Netzwerk in ›Blinde Flecken‹ und den Machenschaften bei der Bahn in ›Personenschaden‹ widmet Ihr dritter Roman aus der Reihe ›Schwarz ermittelt‹ sich dem Milieu der katholischen Kirche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Interview spricht Autor <a href="http://www.dtv.de/autoren/peter_probst_13528.html">Peter Probst </a>über die katholische Kirche, seinen neuen Krimi ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/im_namen_des_kreuzes_21350.html">Im Namen des Kreuzes</a>‹ und seine Beweggründe, seinen Krimi im kirchlichen Milieu spielen zu lassen.<span id="more-21372"></span></p>
<p><strong>Nach dem Neonazi-Netzwerk in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/blinde_flecken_21195.html">Blinde Flecken</a>‹ und den Machenschaften bei der Bahn in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/personenschaden_21264.html">Personenschaden</a>‹ widmet Ihr dritter Roman aus der Reihe ›Schwarz ermittelt‹ sich dem Milieu der katholischen Kirche. Ihr Neonazi-Krimi war, wie wir jetzt erleben, seiner Zeit voraus. Hinken Sie mit ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/im_namen_des_kreuzes_21350.html">Im Namen des Kreuzes</a>‹ den Ereignissen nicht etwas hinterher?</strong><em> </em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-21378" title="Peter Probst: Im Namen des Kreuzes" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/Im-Namen-des-Kreuzes_L.jpg" alt="" width="211" height="263" />Das Konzept für die Reihe und auch den dritten Band stand, lange bevor das Thema <em>Missbrauch in der katholischen Kirche</em> von den Medien aufgegriffen wurde. Nachdem man eine Weile fast jeden Tag darüber in den Zeitungen lesen konnte, habe ich mir tatsächlich überlegt, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für meine Geschichte ist. Ich glaube, es gibt keinen besseren. Die Medien haben die Aufmerksamkeit für das Thema geschärft und von Kirchenvertretern häufig geäußerte Zweifel an bestimmten Tatbeständen widerlegt. Nun kann ein Kriminalroman die Welt, in der solche Taten möglich waren und sind, mit deutlich weniger Tabus beschreiben und in ihr eine realistische und deswegen umso spannendere Geschichte entfalten.</p>
<p><strong>Die katholische Kirche wird trotzdem nicht erfreut sein.</strong></p>
<p>Das kommt ganz darauf an. Die katholische Kirche ist ja keine homogene Gruppe. Es gibt sicher einige Funktionäre, die in meinem Krimi Tabubrüche entdecken werden. Sie verstehen ihre Kirche immer noch als eine Art Wagenburg, in der man sich vor der feindseligen Welt verschanzen muss. Ich weiß aber auch von vielen Gläubigen, die in der Debatte um den Missbrauch eine große Chance auf Veränderung sehen. Sie wünschen sich, dass die krassen Widersprüche zwischen Sexuallehre und Lebenspraxis endlich offen angesprochen werden.</p>
<p><strong>Können Sie Beispiele nennen?</strong></p>
<p>Die hohe Zahl homosexueller Priester zum Beispiel. Es gibt wohl wenige Berufsgruppen, in denen Schwule so stark vertreten sind. Aber darüber wird kaum gesprochen. Und dann nennt der Papst Homosexualität auch noch eine »Zerstörung von Gottes Werk«.  Durch meine Recherche weiß ich von Priestern, die im Rotlicht-Milieu unterwegs sind, um ihre Sexualität ausleben zu können. Viele haben langjährige Beziehungen mit Männern. Und am Sonntag stehen sie dann wieder auf der Kanzel und müssen predigen, dass Homosexualität Sünde sei.</p>
<p><strong>Was würde denn passieren, wenn sie sich offen zu ihrer Veranlagung bekennen würden?</strong><em><strong> </strong></em></p>
<p>Sie könnten nicht weiter als Pfarrer arbeiten. Wenn aber die berufliche und soziale Existenz auf dem Spiel steht, braucht es sehr viel Mut oder eine verzweifelte Entschlossenheit, um sich zu outen. Natürlich weiß oder ahnt man in vielen Gemeinden, dass der Pfarrer schwul ist. So lange er sich nicht dazu bekennt, passiert ihm auch nichts.  Aber wie soll so jemand zum Beispiel für einen jungen Mann Seelsorger sein, der in einer schweren Identitätskrise steckt, weil er seine homosexuellen Neigungen entdeckt hat?</p>
<p><strong>Anton Schwarz ermittelt diesmal im Auftrag einer Mutter, die annimmt, ihr Sohn habe deshalb Selbstmord begangen, weil er vom Gemeindepfarrer missbraucht wurde.</strong></p>
<p>Sie zieht ihren Auftrag aber sofort zurück, als sie begreift, dass hinter der Tragödie um ihren Sohn eine ganz andere, viel größere Geschichte steht. Natürlich macht mein Ermittler trotzdem weiter. Ihn interessieren ja besonders die Fälle, die andere für gelöst oder unlösbar halten.</p>
<p><strong>Schwarz kommt einem dubiosen traditionalistischen Orden auf die Spur. Ist der erfunden oder gibt es so was wirklich?</strong><em> </em></p>
<p>Das ist leider ziemlich nahe an der Realität. Ich habe nur die Namen und Orte geändert und aus meinen Recherchen über eine Reihe katholischer Geheimbünde und Orden meine »Sancta militia Jesu« gebaut. Diese Gemeinschaften stehen meiner Ansicht nach eindeutig außerhalb unserer Verfassung und betrachten Pressefreiheit und Demokratie als Feinde der Kirche Gottes.</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-21382" title="Peter Probst" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/porbst_185.jpg" alt="" width="185" height="233" />Ihre Schilderungen aus der Sicht eines Jungen, der in die Fänge eines Geheimordens gerät, wirken sehr authentisch</strong><em>. </em><em></em></p>
<p>Aber nicht, weil ich selbst Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch gemacht hätte. Ich kenn psychischen Missbrauch, aber keine körperlichen Übergriffe. Die Authentizität meiner Geschichte kommt wohl daher, dass ich mit Opfern sprechen konnte. Ich habe mich wie bei den ersten beiden Schwarz-Krimis auch wieder mit Psychologen und Ärzten beraten.</p>
<p><strong>Warum haben Sie diesen Krimi in kirchlichen Einrichtungen spielen lassen und nicht etwa an einem Internat nach dem Vorbild der Odenwaldschule?</strong><em> </em></p>
<p>Das hat mit meiner Herkunft zu tun. Ich stamme aus einer sehr katholischen Familie, die ihren Glauben in vielen Bereichen wirklich bewundernswert gelebt hat. Ich war ein sehr fleißiger Ministrant und lange Jahre in der katholischen Jugendarbeit aktiv. Ich habe sogar Theologie studiert, allerdings in einer Schmalspur-Version als Nebenfach im Magisterstudium. Die Religion war für mich Werteorientierung und Heimat. Nur, je besser man die katholische Kirche von innen kennen lernt, umso häufiger wird man mit Doppelmoral und Lebenslügen konfrontiert. Irgendwann habe ich diese Widersprüche nicht mehr ertragen. Obwohl ich heute nur noch losen Kontakt zur Kirche habe, bin ich aber nicht fertig mit ihr. Deswegen und für eine Reihe aufrechter Priester und Gläubiger musste ich ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/im_namen_des_kreuzes_21350.html">Im Namen des Kreuzes</a>‹ schreiben.</p>
<p><strong>In ihrem Buch kommt auch ein Landpfarrer vor, der ein echter bayerischer Querschädel ist.</strong><em> </em></p>
<p>Ja, er verkörpert einen sehr sympathischen Katholizismus. Er nimmt, was in der Bibel steht, ernst und, was ihm sein Bischof befiehlt, nicht ganz so ernst.</p>
<p><strong>Und es gibt sogar eine richtige Liebesgeschichte in ›Im Namen des Kreuzes‹.</strong><em> </em></p>
<p>Dazu möchte ich lieber noch nichts verraten.</p>
<p><em>Das Interview führte Kirim Schiller</em></p>
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		<title>Christopher Kloeble: Meistens alles sehr schnell</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Kloeble]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Meistens alles sehr schnell]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit einem kindlichen Vater, einer abwesenden Mutter und einem Sohn, der schnell erwachsen werden muss: Sein Roman ›Meistens alles sehr schnell‹ begleitete Christopher Kloeble über zehn Jahre, nun erscheint er bei dtv. Im Interview erzählt der Autor von realen und erfundenen Orten, von Heimat und dem Geheimnis der ›Klöbles‹. ›Meistens alles sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-21329" title="Christopher Kloeble" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/kloeble_3_178.jpg" alt="" width="178" height="245" /></p>
<p>Eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit einem kindlichen Vater, einer abwesenden Mutter und einem Sohn, der schnell erwachsen werden muss: Sein Roman ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/meistens_alles_sehr_schnell_24901.html">Meistens alles sehr schnell</a>‹<strong> </strong>begleitete<strong> </strong>Christopher Kloeble über zehn Jahre, nun erscheint er bei <span style="text-decoration: underline;">dtv</span>.<strong> </strong>Im Interview erzählt der Autor von realen und erfundenen Orten, von Heimat und dem Geheimnis der ›Klöbles‹.</p>
<p><span id="more-21325"></span><strong>›</strong><strong><a href="http://www.dtv.de/buecher/meistens_alles_sehr_schnell_24901.html">Meistens alles sehr schnell</a></strong><strong>‹</strong><strong> ging gar nicht so schnell: Sie haben diesen Roman vor zehn Jahren begonnen. Was war Ihre Grundidee?</strong></p>
<p>Alles begann mit Fred. Fred ist eine Figur, die mich schon sehr lange begleitet, und über die Jahre konnte ich ihn immer besser kennenlernen. Dennoch hielt er stets ein Geheimnis zurück, was mich natürlich umso neugieriger machte. Ich wollte wissen, wer dieser Fred war und woher er kam.</p>
<p><strong>Trotzdem haben Sie zwischendurch einen Roman, einen Erzählband und einige Kurzgeschichten veröffentlicht …</strong></p>
<p>Ja, es kamen andere Projekte dazwischen und ich musste diese Geschichte mehrmals und für längere Phasen beiseitelegen, aber der Wunsch, ein Buch über Fred zu schreiben, war immer da, und je mehr Zeit verging, desto mehr erfuhr ich über ihn und sein Leben. Vieles von dem, was heute in dem Roman steht, konnte ich vor zehn Jahren noch nicht einmal erahnen.</p>
<p><strong><a href="http://www.dtv.de/buecher/meistens_alles_sehr_schnell_24901.html"><img class="alignleft size-full wp-image-21330" title="Christopher Kloeble: Meistens alles sehr schnell, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/Meistens-alles-sehr-schnell_L1.jpg" alt="" width="211" height="256" /></a></strong><strong>›<a href="http://www.dtv.de/buecher/meistens_alles_sehr_schnell_24901.html">Meistens alles sehr schnell</a>‹ spielt in einem oberbayrischen Ort namens Königsdorf. Wie viel hat er mit dem realen Königsdorf zu tun?</strong></p>
<p>Sehr viel und sehr wenig. Diejenigen, denen Königsdorf bekannt ist, werden bestimmt einiges wiedererkennen. Es hatte eine Art Vorbildfunktion für mich. Aber ich wollte nie eine Geschichte nur über Königsdorf schreiben, sondern über eine kleine, besondere Gemeinde, die es überall auf der Welt geben könnte.</p>
<p><strong>Sie sind dort aufgewachsen, in einem Ort mit knapp 3000 Einwohnern. Nun leben Sie auch in München und Berlin und bereisen die Welt, aktuell sind Sie für zwei Monate in Indien. Was bedeutet Ihnen Heimat?</strong> <strong> </strong></p>
<p>Ich glaube, da ich als Kind mit meinen Eltern schon viel reiste und wir an verschiedenen Orten lebten, habe ich mich nie an einem Ort verwurzelt gefühlt. Heimat ist für mich dort, wo Menschen leben, die mir viel bedeuten. Wenn ich gute Freunde oder Familie an Orten besuche, die mir fremd sind, dann ist das trotzdem ein bisschen so wie nach Hause zu kommen.</p>
<p><strong>Sie erinnern sich an einen großen bärtigen Mann in Königsdorf, der ebenso wie Ihr Fred Autos grüßte und so wirkte, als habe er etwas zu erzählen. Haben Sie ihn jemals angesprochen?</strong></p>
<p>Fred sagt, das soll ich für mich behalten.</p>
<p><strong>Fred »<em>steht vor dem Leben wie vor einer Tür, von der er weiß, dass man sie öffnen kann, aber nicht wie</em>«. Mir scheint er in seiner Ahnungslosigkeit glücklich … </strong></p>
<p>Ich bin überzeugt davon, dass er glücklicher ist als die meisten von uns. Vor allem beneide ich ihn um seinen leichten Umgang mit dem Tod. Mir selbst macht die Vorstellung zu sterben sehr viel mehr Angst. In gewisser Weise hatte Freds Sicht der Dinge immer etwas sehr Tröstliches für mich.</p>
<p><strong><a href="http://www.dtv.de/autoren/christopher_kloeble_13087.html"><img class="alignright size-full wp-image-21334" title="Christopher Kloeble" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/kloeble_4_178.jpg" alt="" width="178" height="256" /></a>Freds Sohn Albert <em>»liest Hinterköpfe«. </em>Wie funktioniert das – und beherrschen Sie diese Technik auch?</strong></p>
<p>Albert hat einfach Talent dafür, Menschen anhand von Äußerlichkeiten zu durchschauen – abgesehen von denen, die ihm am nächsten stehen. Ich wünschte, ich wäre so gut darin wie er. Aber dafür muss ich wohl noch etwas länger trainieren.</p>
<p><strong>In einer zweiten Zeitebene erzählen Sie in </strong><strong>›</strong><strong><a href="http://www.dtv.de/buecher/meistens_alles_sehr_schnell_24901.html">Meistens alles sehr schnell</a></strong><strong>‹ </strong><strong>von einem weiteren Ort, Segendorf. Hat es je existiert?</strong></p>
<p>In meiner Fantasie existiert es schon sehr lange. Auch kommt es in einigen meiner Geschichten vor und gibt vielen meiner Charaktere ein Zuhause. Nun wollte ich endlich erzählen, wie es entstanden ist. Auch wenn diese Entstehungsgeschichte nicht historisch verbrieft ist …</p>
<p><strong>Und mit dem </strong><strong>›</strong><em><strong>Klöble</strong></em><strong>‹</strong><strong>, einem <em>»plumpen, tumben Kerl«</em>, haben Sie der Literatur sogar einen neuen Typus geschenkt. Werden es Ihnen Ihre Namensvetter danken?</strong></p>
<p>Hm, da bin ich mir nicht so sicher. Über die Bedeutung des Namens stolperte ich vor ein paar Jahren. Anfangs zögerte ich, den eigenen Namen im Roman zu verwenden, aber irgendwann setzte sich meine Sympathie für die ›Klöbles‹ gegen jeden Zweifel durch.</p>
<p><strong>Verraten Sie uns zum Schluss noch ein Geheimnis: Was ist Ihr </strong><strong>›</strong><em><strong>Liebster Besitz</strong></em><strong>‹</strong><strong>? </strong></p>
<p>Da bin ich so wie Fred. Mit nur einem gebe ich mich nicht zufrieden.</p>
<p><em>Das Interview führte Tina Rausch, freie Journalistin</em></p>
<p><strong>Alle Bücher von <a href="http://www.dtv.de/autoren/christopher_kloeble_13087.html">Christopher Kloeble</a></strong></p>
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		<title>Marina Lewycka: Das Leben kleben &#8211; jetzt als Taschenbuch!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 07:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T. Rausch - freie Journalistin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Das Leben kleben]]></category>
		<category><![CDATA[Lewycka]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die freie Literaturübersetzerin lebt in Berlin und übersetzt aus dem Englischen. Für dtv übetrug sie unter anderem Edgar Allan Poe, Joseph Conrad sowie Marina Lewyckas Romane ›Caravan‹ und ›Das Leben kleben‹ ins Deutsche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Interview spricht die Übersetzerin der Romane von <a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a> über die Figuren von ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/das_leben_kleben_21349.html">Das Leben kleben</a>‹ und ihre Recherche zu Klebstoffen, Dübeln und Co.</p>
<p><span id="more-3418"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.dtv.de/buecher/das_leben_kleben_21349.html"><img class="alignleft size-full wp-image-21765" title="Marina Lewycka: Das Leben kleben" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/03/das-leben-kleben_l.jpg" alt="" width="215" height="263" /></a>›<a href="http://www.dtv.de/buecher/das_leben_kleben_21349.html">Das Leben kleben</a>‹ ist nach ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/caravan_21201.html">Caravan</a>‹ der zweite Roman von <a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a>, den Sie ins Deutsche übertragen haben. Beschreiben Sie uns den Ton der Autorin!</strong></p>
<p><a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a> hat sehr viel Humor und Sprachwitz – sogar wenn sie über ernste Dinge schreibt. Gleichzeitig ist die Sprache ihrer Romane klar und unprätentiös, die Abgründe zeigen sich erst im Zusammenhang. Das macht ihre Geschichten so flüssig und lesbar, ohne dass sie an Gehalt einbüßen. Beim Übersetzen ist eine klare Sprache eine besondere Herausforderung, denn ich muss auch im Deutschen ganz klar sprechen. Und gerade diese Herausforderung macht großen Spaß.</p>
<p><strong>Nachdem Marina Lewycka in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/caravan_21201.html">Caravan</a>‹ mehrstimmig erzählte, ist sie zu einer Erzählerin zurückgekehrt: Georgie Sinclair erinnert ein bisschen an Nadia aus der ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/kurze_geschichte_des_traktors_auf_ukrainisch_25304.html">Kurzen Geschichte des Traktors auf Ukrainisch</a>‹ …</strong></p>
<p>Ja, Georgie Sinclair ist eine Frau, die an sich voll im Leben steht, bis sich dieses auf den Kopf stellt, und sie sich neu sortieren muss. Es ist eine Situation, die sich uns immer wieder stellt – wir denken, wir hätten alles im Griff, aber alles ist im Fluss, die Gegebenheiten ändern sich: Kinder werden älter, Beziehungen gehen auseinander, Menschen tauchen auf, andere verschwinden.<br />Der Roman beginnt für Georgie mit einem unsanften Aufwachen aus der Routine, doch ihre große Gabe ist eine Offenheit im Umgang mit Umwälzungen. Durch diese Offenheit entwickelt sie ganz neue Fähigkeiten, auch wenn sie davon träumt, wie eine Muschel »fest am Fels zu kleben, während draußen die Wellen und die Gezeiten toben«.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3453" class="wp-caption alignright" style="width: 188px"><strong><img class="size-full wp-image-3453" title="Sophie Zeitz" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/03/Sophie_Zeitz_178.jpg" alt="" width="178" height="238" /></strong><p class="wp-caption-text">Sophie Zeitz arbeitet als freie Literaturübersetzerin und lebt in Berlin.</p></div>
<p><strong>Zum Thema Kleben hat Georgie eine spezielle Beziehung: Die Arbeit für das Online-Magazin ›Klebstoffe in der modernen Welt‹ verwandelt ihr Gehirn manchmal in Kleister. Haben Sie für die Übersetzung der Fachbegriffe aus der Welt des Klebens viel recherchiert?</strong></p>
<p>Nicht nur zu Klebstoffen, auch zu Dübeln und Baustoffen musste ich recherchieren. Auch das ist ein Teil der Arbeit als Übersetzerin, der viel Spaß macht. Ich habe einiges über Hydroxygruppen und Sekundenkleber gelernt – die Tatsache, dass Muscheln über einen Kleber verfügen, der noch fester ist als die modernsten synthetischen Klebstoffe, beeindruckt mich tief.</p>
<p><strong>Ein möglicher Buchtitel wäre auch ›Das Leben riechen‹ gewesen: Georgie freundet sich mit der alten Mrs. Shapiro an, die mit einigen Katzen in dem verwitterten Canaan House wohnt. Wie hält es Georgie dort aus?</strong></p>
<p>Georgies Wahrnehmung der Welt ist sehr sinnlich. Gerüche, Geräusche, Geschmack bestimmen ihre Welt – vor allem ihr erster Eindruck von Dingen wird von ihrer Sinneswahrnehmung bestimmt. Canaan House verströmt einen »modrigen Geruch von Frömmigkeit«, Mrs. Shapiros Stimme klingt »braun und körnig wie Früchtebrot«.<br />Vielleicht sind es genau diese Sinneswahrnehmungen, durch die ich als Leserin mich mit ihr identifizieren konnte – weil ich beim Lesen Georgies Wahrnehmungen so gut nachvollziehen kann. Es stimmt, dass Georgie ein besonders dickes Fell gegenüber unangenehmen Gerüchen hat – schon im ersten Kapitel hinterlässt der Kater eine Marke an ihrem Bein, »ein stechender, klebstoffartiger Geruch«. Vielleicht ist die Botschaft: Im Vergleich mit der Not auf der Welt im Großen und im Kleinen sind schlechte Gerüche das geringste Problem.</p>
<p><strong>Neben ihrer Arbeit fürs Klebstoff-Magazin versucht sich Georgie als Roman-Autorin. Wie lautet Ihr literarisches Urteil über ›Das verspritzte Herz‹?</strong></p>
<p>Georgies Roman ›Das verspritzte Herz‹ soll eine Schmonzette werden, mit der sie Geld verdienen will – sie hat keinerlei literarischen Ambitionen. Ich finde es wunderbar, wie sie ihren Kummer und ihre Rachgelüste in Schmonzettenform verarbeitet, wie sie ihre Schwiegereltern, ihren untreuen Mann und die anderen Details ihrer eigenen Seifenoper verwurstet. Umso lustiger, wie sie sich immer wieder bei den Decknamen verheddert. ›Das verspritzte Herz‹ ist großartig – allerdings eher als Schreibtherapie für Georgie.</p>
<p><strong>Hatten Sie während der Übersetzung Kontakt zur Autorin?</strong></p>
<p><a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a> und ich lassen uns immer wieder herzliche Grüße ausrichten, aber beim Übersetzen des Romans hatte ich keine weiteren Fragen an sie. Solange keine größeren Verständnisfragen auftauchen, bin ich beim Übersetzen auf mich gestellt, denn <a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a> spricht kein Deutsch. Und wenn ich mich intensiv mit dem Text beschäftige, bleiben bei einer guten Autorin wie <a href="http://www.dtv.de/autoren/marina_lewycka_3440.html">Marina Lewycka</a> auch keine Fragen offen.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen persönlich an ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/das_leben_kleben_21349.html">Das Leben kleben</a>‹ am besten?</strong></p>
<p>Die Figuren, die Georgie begegnen, Mrs. Shapiro, aber auch Mr. Ali, Mark Diabello, Ms Baddiel und Chaim, sind so unterschiedlich und haben doch alle ihre Geschichte und ihre Würde. Obwohl es Georgies Geschichte ist, wird klar, dass sie nur ein Stück des großen Flickenteppichs ist, zu dem sich die Menschen zusammenfügen. So viele Menschen es gibt, so viele Perspektiven gibt es. Es tut gut, dass in Marina Lewyckas Roman Israelis und Palästinenser zusammen ein Barbecue organisieren, und dass sich am Ende alle im Supermarkt wieder sehen …</p>
<p><em>Das Interview führte Tina Rausch, freie Journalistin</em></p>
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