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	<title>dtv Magazin &#187; Bestseller</title>
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	<itunes:summary>Der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentiert gelesene Ausschnitte aus aktuellen Büchern mit persönlichen Anmerkungen von Autorinnen, Autoren und Verlagsmenschen. Weitere Informationen zu den vorgestellten Büchern finden Sie unter dtv.de</itunes:summary>
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		<title>dtv Magazin &#187; Bestseller</title>
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		<title>Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Das Alphabethaus]]></category>
		<category><![CDATA[Jussi Adler-Olsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderdezernat Q]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum ist Jussi Adler-Olsens neuer Thriller ›Das Alphabethaus‹ im Handel, erobert er schon die Pole-Position der SPIEGEL-Bestsellerliste. Adler-Olsen-Fieber nicht nur in der »Altstadt Buchhandlung« in Wittlich (Foto) &#8230; 1944. Nach einem Flugzeugabsturz über deutschem Territorium retten sich die beiden britischen Soldaten Bryan und James in einen Lazarettzug, der verletzte deutsche Soldaten von der Ostfront nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-20953" title="Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/Alphabethaus-011.jpg" alt="" width="467" height="328" /></p>
<p>Kaum ist <a href="http://www.adler-olsen.de/autor.cfm">Jussi Adler-Olsens</a> neuer Thriller ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/das_alphabethaus_24894.html">Das Alphabethaus</a>‹ im Handel, erobert er schon die Pole-Position der SPIEGEL-Bestsellerliste. <a href="http://www.adler-olsen.de/autor.cfm">Adler-Olsen</a>-Fieber nicht nur in der »Altstadt Buchhandlung« in Wittlich (Foto) &#8230;</p>
<p><span id="more-20876"></span><a title="Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus" href="http://www.dtv.de/buecher/das_alphabethaus_24894.html"><img class="alignleft size-full wp-image-20945" title="Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2012/02/DasAlphabethaus_L.jpg" alt="" width="210" height="256" /></a>1944. Nach einem Flugzeugabsturz über deutschem Territorium retten sich die beiden britischen Soldaten Bryan und James in einen Lazarettzug, der verletzte deutsche Soldaten von der Ostfront nach Hause bringt.</p>
<p>Die beiden jungen Piloten nehmen die Identität zweier deutscher Soldaten an. Und werden schließlich als Patienten in »<a href="http://www.dtv.de/buecher/das_alphabethaus_24894.html">Das Alphabethaus</a>«, ein Krankenhaus für psychisch Kranke in der Nähe von Freiburg im Breisgau gebracht.</p>
<p>Bryans und James haben nur eine Chance zu überleben:Sie müssen sich selbst als psychisch krank ausgeben. Wird es ihnen gelingen, unentdeckt zu bleiben? Und: Sind sie wirklich die einzigen Patienten des Alphabethauses, die ein falsches Spiel spielen?</p>
<p>Fast dreißig Jahre später werden die Überlebenden von den schrecklichen Erfahrungen, die sie im <a href="http://www.dtv.de/buecher/das_alphabethaus_24894.html">Alphabethaus </a>gemacht haben, eingeholt. Und es beginnt die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er einst im Stich gelassen hat …</p>
<!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dora Heldt: Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 14:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Dora Heldt]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass der 50. Geburtstag nicht unbedingt ein Freudentag ist, weiß Doris, das leidende Geburtstagskind aus Dora Heldts neuem Roman ›Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt‹ mindestens genauso gut wie ihre Schöpferin. Denn auch Bestsellerautorin Dora Heldt ereilte dieses Jahr das, besonders bei Frauen, ungeliebte Jubliäum. Im Interview spricht Dora Heldt über Geburtstage, die Schwierigkeit des Älterwerdens und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="420" height="258" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fz5VX1Cd77Y&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="258" src="http://www.youtube.com/v/fz5VX1Cd77Y&amp;feature"></embed></object>
</p>
<p>Dass der 50. Geburtstag nicht unbedingt ein Freudentag ist, weiß Doris, das leidende Geburtstagskind aus Dora Heldts neuem Roman ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/bei_hitze_ist_es_wenigstens_nicht_kalt_24857.html">Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt</a>‹ mindestens genauso gut wie ihre Schöpferin. Denn auch Bestsellerautorin <a href="http://www.dora-heldt.de/autor">Dora Heldt</a> ereilte dieses Jahr das, besonders bei Frauen, ungeliebte Jubliäum.</p>
<p><span id="more-18261"></span>Im Interview spricht <a href="http://www.dora-heldt.de/autor">Dora Heldt </a>über Geburtstage, die Schwierigkeit des Älterwerdens und wie wichtig Freundinnen dabei sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt</strong></h4>
<p><a href="http://www.dtv.de/buecher/bei_hitze_ist_es_wenigstens_nicht_kalt_24857.html"><img class="alignleft size-full wp-image-18271" title="Dora Heldt: Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/10/Bei-Hitze_L1.jpg" alt="" width="204" height="247" /></a>»Was ist denn jetzt mit deinem Geburtstag?«</p>
<p>»Hab ich dir doch schon gesagt, Mama: Ich habe keine Lust zu feiern.«</p>
<p>»Warum das denn? Doris, ich bitte dich, du wirst nur einmal fünfzig. Ich habe meinen damals ja ganz groß gefeiert.«</p>
<p>Margrets Stimme wurde mit jedem Satz vorwurfsvoller. Doris spürte schon wieder den Schweiß auf ihrem Gesicht.</p>
<p>»Mama, du hast auf deiner tollen Feier den ganzen Abend geheult.« <em class="buch_titel">(Auszug aus ›Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt‹)</em></p>
<!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste</title>
		<link>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2011/06/29/platz-1-der-spiegel-bestsellerliste/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=platz-1-der-spiegel-bestsellerliste</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 05:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Assad]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Moerck]]></category>
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		<category><![CDATA[Jussi Adler-Olsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderdezernat Q]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Jussi Adler-Olsen Von Jussi Adler-Olsen-Fans mit Spannung erwartet, ist der dritte Fall von Sonderdezernat Q ›Erlösung‹ seit Ende Juni im Handel und schaffte es fast auf Anhieb auf Platz 1 der Bestsellerliste! Im Interview erzählt Jussi Adler-Olsen von seinen Kindheitserfahrungen mit psychisch Kranken, der Grundidee seiner Bücher und gibt Einblicke zu ›Erlösung‹. ›Erlösung‹ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Interview mit Jussi Adler-Olsen</strong></h4>
<p>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="420" height="258" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3BPDQIiKUUY&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="258" src="http://www.youtube.com/v/3BPDQIiKUUY&amp;feature"></embed></object>
</p>
<p>Von Jussi Adler-Olsen-Fans mit Spannung erwartet, ist der dritte Fall von Sonderdezernat Q ›Erlösung‹ seit Ende Juni im Handel und schaffte es fast auf Anhieb auf Platz 1 der Bestsellerliste!</p>
<p>Im Interview erzählt Jussi Adler-Olsen von seinen Kindheitserfahrungen mit psychisch Kranken, der Grundidee seiner Bücher und gibt Einblicke zu ›Erlösung‹.</p>
<p><strong><span id="more-14726"></span></strong></p>
<h4><strong>›Erlösung‹ &#8211; der neue Fall von Sonderdezernat Q</strong></h4>
<p>Die verwitterte Flaschenpost hatte Ewigkeiten dort gestanden, in einem leeren Büro der Polizeiwache von Wick, am äußersten Ende von Schottland. Niemand hatte sie beachtet, der Hilfeschrei in ihrem Inneren war ungehört verhallt. Jahre später gelangt das verblasste Schriftstück aus der Flasche auf Umwegen ins Sonderdezernat Q in Kopenhagen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-14758" title="Jussi Adler-Olsen: Erlösung, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/06/erloesung_L.jpg" alt="" width="210" height="256" />Die Materialanalyse zeigt, dass die mysteriöse Botschaft mit menschlichem Blut geschrieben wurde. Die Entzifferung der Buchstaben führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens – und in Bereiche der Gesellschaft, die ihnen beiden einigermaßen fremd erscheinen&#8230;</p>
<p>Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass es sich bei der Botschaft in der Flaschenpost um einen verzweifelten Hilfeschrei und das womöglich letzte Lebenszeichen zweier Jungen handelt, die irgendwann in den neunziger Jahren entführt wurden. Doch wer sind die Jungen und warum wurden sie nie als vermisst gemeldet? Sind diese Kinder die einzigen Opfer? Oder hat der Täter mehrmals zugeschlagen? Und: mordet er womöglich immer noch?</p>
<!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ali Sethi</title>
		<link>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2011/06/05/ali-sethi/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ali-sethi</link>
		<comments>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2011/06/05/ali-sethi/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 06:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ali Sethi]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Debüt]]></category>
		<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Meister der Wünsche]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>

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		<description><![CDATA[In ›Meister der Wünsche‹ beschreibt Ali Sethi das Leben einer pakistanischen Familie von 1947 bis heute. In unserem Interview spricht er über seinen Roman, das Nachtleben in Pakistan, seinen ersten Eindruck von Deutschland und er singt für uns!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-14229 alignleft" title="Ali Sethi: Meister der Wünsche" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Meister_der_Wuensche_210.jpg" alt="" width="210" height="256" /></p>
<p>Wie Geschwister wachsen der vaterlose Zaki und Samar Api, seine rebellische Cousine, in einem großen bürgerlichen Haushalt Lahores auf. An der Spitze der ebenso streitlustigen wie liebevollen Familie stehen Zakis freigeistige Mutter Zakia und seine willensstarke, kulturell eher konservative Großmutter Daadi. Die stürmischen politischen Entwicklungen Pakistans spiegeln und brechen sich im intimen Prisma dieser verzweigten Familiengeschichte, doch der Puls des Lebens schlägt im Kleinen. Sethis Charaktere erfreuen sich des Lebens, selbst wenn alles dagegen spricht &#8230;</p>
<p><strong>Autor</strong><br />Geboren wurde Ali Sethi 1984 in Lahore, Pakistan, sein Studium der South-Asion-Studies und der Englischen Literatur  absolvierte er in Harvard/ USA, mit 21 Jahren begann er seinen ersten Roman zu schreiben, mit 24 Jahren kann ist er ein international hoch gelobter Autor.<br />Heute lebt Ali Sethi in seiner Heimatstadt Lahore, in Pakistan. Seine Eltern erhielten Todesdrohungen aus fundamentalistischen Kreisen, der Vater wurde mehrfach verhaftet und gefoltert, das Haus ist von amerikanischen und pakistanischen Sicherheitskräften umstellt.</p>
<div id="attachment_3861" class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-3861 " title="Ali Sethi" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Ali-Sethi_178.jpg" alt="" width="178" height="249" /><p class="wp-caption-text">Ali Sethi</p></div>
<p>dtv traf den jungen Autor Ali Sethi im April 2010 und sprach mit ihm über seinen Roman, Pakistan und seine Zukunft. Dabei überzeugt Ali Sethi nicht nur als äußerst interessanter Gesprächspartner, sondern überrascht auch als virtuoser Sänger.</p>
<p><strong><br />Interview</strong></p>
<p>1) Vieles in ›Meister der Wünsche‹ erinnert an Ihr eigenes Leben: Wie auch die Hauptfiguren Zaki und Samar Api wuchsen Sie in den 1990er Jahren in Lahore auf und wie die Mutter von Zaki führt auch Ihre Mutter eine eigene Zeitung. Wie viel von Ihrem Roman beschreibt Ihr eigenes Leben?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Autobigraphisches-im-Roman1.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>2) Der Vater Zakis ist noch vor der Geburt seines Sohnes verstorben, daher wird die Familie von Frauen geführt. Eine ziemlich ungewöhnliche Familienkonstellation in einem von Männern dominiertem Land wie Pakistan. Was hat Sie an dieser Familienstruktur so gereizt?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_-Frauen-im-Roman-und-Allgemein.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>3) Pakistan ist ein äußerst vielschichtes Land mit sehr großen sozio-kulturellen Unterschieden. Wollten sie diese Diversität in den Charakteren Zakia, der modernen emanzipierten Mutter Zakis, und Daadi, der konservativen Großmutter, ausdrücken?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Konstellation-Daadi-und-Zakia.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>4) Sie sagten einmal, die Intention ›Meister der Wünsche‹ zu schreiben, hätte auch darin gelegen , den Pakistanern Pakistan zu erklären. Obwohl rund ein Drittel der Pakistaner kein Englisch spricht, schreiben Sie in englischer Sprache. Wie passt das zusammen?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Englisch-und-soziale-Klassen.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>5) Ein Anspruch des Romans ist es, der jungen pakistanischen Generation den kulturellen Reichtum des Islams näher zu bringen. Warum halten Sie das für notwendig?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Religion-erklaeren.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>6) Sie selbst haben 2002, ein Jahr nach den Anschlägen des elften Septembers, in den USA zu studieren begonnen. Warum?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Grund-Studium-USA.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>7) Haben Sie in den USA einen Kulturschock erfahren?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Kulturschock-in-USA.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>8) Nach fünf Jahren Studium in den USA sind Sie nach Pakistan zurückgekehrt, obwohl Ihre Familie Todesandrohungen von der Taliban bekommen hat. Wie sieht Ihr Alltag in Pakistan aus?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Alltag-in-Pakistan.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>9) Sie waren gerade auf Lesereise in Deutschland. Wie ist Ihr erster Eindruck von Deutschland?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Erster-Eindruck-von-Deutschlan.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>10) Sie sind jetzt 25 Jahre alt und haben Ihren ersten Roman veröffentlicht, der international enormen Erfolg verzeichnen konnte. Wie sieht Ihre Zukunft aus?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Zukunftsplaene.mp3">Antwort hören</a></p>
<p>11) Würden Sie etwas für uns singen?</p>
<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/05/Sethi_Lied.mp3">Antwort hören</a></p>
<p><em>Das Interview führte Marianne Bohl</em></p>
<!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sara Shilo: Zwerge kommen hier keine</title>
		<link>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2011/05/31/zwerge-kommen-hier-keine/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zwerge-kommen-hier-keine</link>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 11:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Leenen - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entdeckungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dtv.de/magazin/?p=439</guid>
		<description><![CDATA[Sara Shilos Romandebüt war eine literarische Sensation. Sie gab denen eine Stimme, die sonst stumm sind: Immigranten ohne Zukunft und deren Kindern, die keine Bildung, aber Träume haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><em><strong> </strong></em></div>
<div><em><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-14203" title="Sara Shilo: Zwerge-kommen-hier-keine" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2009/04/Zwerge-kommen-hier-keine.jpg" alt="" width="160" height="175" /> </strong></em></div>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.dtv.de/autoren/sara_shilo_4800.html" target="_blank">Sara Shilos</a> Romandebüt war eine literarische Sensation. Sie gab denen eine Stimme, die sonst stumm sind: Immigranten ohne Zukunft und deren Kindern, die keine Bildung, aber Träume haben.<span id="more-439"></span></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">Ob Mass&#8217;ud, der »Falafel-König«, einem Messerstich, einem Herzinfarkt oder einer Bratölverbrennung erlegen ist, wissen wir nicht, und es ist auch nicht weiter wichtig. Wichtig ist, dass die Welt seiner Familie zu zerbrechen droht. In fünf Monologen erzählen Simona, die Mutter, und vier ihrer sechs Kinder vom Weiterleben nach dieser Katastrophe.</div>
<p class="zitat_text">»Ich hab nichts. Nicht seinen Rücken. Nicht seine Hand. Auch sein Geruch ist von mir gegangen.«</p>
<p>Simona eröffnet den Reigen der Stimmen. Die Trauer um Mass&#8217;ud ist so verzweifelt, dass sie beschließt, während der Raketenangriffe auf den Ort nicht im Schutzkeller, zusammengepfercht mit ihren Kindern und all den anderen, auszuharren, sondern alleine draußen auf dem Fußballplatz den ersehnten Tod zu erwarten.</p>
<p>Die Monologe der Brüder &#8211; Itzik, der mit Klumpfüßen und ‑händen zur Welt gekommen ist, Dudi und Kobi folgen, am Ende der Monolog-Kette steht die Erzählung der einzigen Tochter. Etti will unbedingt Radiosprecherin werden. Sie ist die einzige aus der Familie, die in der Schule die Hochsprache gelernt hat und sie hingebungsvoll benutzt. Zerrissen zwischen der tiefen Trauer um ihren Vater, der Verantwortung für die Zwillinge, die sie von der Lüge, Kobi wäre ihr Vater, befreien will, und ihrer Mutter, die sie respektiert, erfindet sie ›Die Geschichte von der Frau, die zum Tintenfisch wurde‹, um die Zwillinge auf die Wahrheit vorzubereiten, der sie dann aber selbst nicht standzuhalten vermag.</p>
<p><img class="size-full wp-image-14204 alignleft" title="Sara Shilo: Zwerge kommen hier keine" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2009/04/Zwerge-kommen-hier-keine_210.jpg" alt="" width="210" height="256" /><a href="http://www.dtv.de/autoren/sara_shilo_4800.html" target="_blank">Sara Shilos</a> Figuren gehören einer Bevölkerungsgruppe an, die in der israelischen Literatur erst in den letzten Jahren eine eigene Stimme bekommt: Es sind die seit den 1950er Jahren aus den arabischen Ländern nach Israel eingewanderten Juden, die geballt in wirtschaftlich unterentwickelten Städtchen an der Peripherie des Landes, vor allem an der Nord- und Südgrenze, angesiedelt wurden.</p>
<p>Shilo geht einen gewaltigen und literarisch wagemutigen Schritt weiter als ihre bisherigen Schriftstellerkollegen, sie lässt ihre Helden in deren eigener Sprache zu Wort kommen, einem fehlerhaften Hebräisch, in dem das Marokkanische ebenso mitschwingt wie das Arabische. Eine literarische Herausforderung, im Original wie in der deutschen Übersetzung. Anne Birkenhauer gelingt es, einen eindringlichen, existienziell aufgeladenen und nie gehörten Ton zu schaffen.</p>
<p>In dieser zum Teil »gebrochen« anmutenden Sprache beschreiben die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten &#8211; außer Etti &#8211; (die Mutter ist 40, die im Roman auftretenden Kinder sind 12, 13, 19 und 16) ihre eigene Welt. Sie schildern die Aussichtslosigkeit und die Hoffnungen ihrer persönlichen Situation, die ständige Bedrohung durch Katjuschas und Terroristen aus dem Libanon, und wie sie dennoch alle irgendwie zurande kommen. In dieser Sprache verleihen sie ihrer Realität, ihren Wünschen, ihren Träumen und Geschichten, die sie am Leben halten, eine eigene Farbe, Wärme, Lebenskraft.</p>
<p>Die Übersetzerin griff bei der Übertragung sehr klug nicht auf eine bestehende Sub-Sprache in Deutschland zurück. Sie verwendet kaum, und wenn dann nur soziologisch und zeitlich unmarkierten Slang, sie schafft das Eigene, Unverwechselbare über grammatische Besonderheiten. Sie entwickelt eine im Brechtschen Sinne gestische Sprache, die ganz im hier und jetzt verankert ist, eine Syntax, die Emotionen und Gedanken nicht beschreibt sondern unmittelbar wiedergibt.</p>
<p>Die Reaktion der israelischen Kritik war überwältigt und überwältigend. Der Roman gewann noch vor Erscheinen zwei Literaturpreise, vor allem den begehrten Sapir-Preis, und gelangte ad hoc auf Platz 1 sämtlicher Bestseller-Listen.</p>
<p><strong><em>Die Autorin</em><em> über sich:</em></strong></p>
<p>Ich kam in Jerusalem zur Welt, zog aber, als ich erwachsen wurde, nach Galiläa. Ich bin verheiratet und habe fünf Kinder. Seit mehr als dreißig Jahren lebe ich im Norden Israels, nicht weit von der libanesischen Grenze. Die Menschen hier sind daran gewöhnt, dass sich von einem Moment auf den anderen alles ändern kann &#8211; gerade noch Alltag, Arbeit, Lernen, und plötzlich: Alarm und schnell in die Schutzbunker.</p>
<p>Als ich vierzig war, las ich David Grossmans Roman »Sei du mir das Messer«, und von da an konnte ich den Drang, selbst zu schreiben, nicht länger unterdrücken. So lange ich denken kann, hat mich das Konzept <em>des</em> <em>anderen</em> fasziniert. Schon als ich klein war, konnte mich ein fremdes Mädchen, das sich in einem Geschäft ein Paar Schuhe in einer Farbe aussuchte, die ich nie getragen hätte, stundenlang beschäftigen.</p>
<p>Eine Figur zu erschaffen, bedeutet für mich nicht nur, mich in einer anderen Biographie bewegen zu können, einem anderen Geschlecht und Alter, es bedeutet auch, eine andere innere Logik auszuloten. In der Ich-Person zu schreiben, erhöht den Reiz dieser Fremd-Erfahrung noch: es eröffnet einen neuen Raum für das Verstehen <em>des anderen</em>. Auf die <em>Beurteilung</em> und die damit einhergehende Entfremdung von Menschen zu verzichten, heißt, wirkliche Nähe durch Empathie und Verstehen zu erfahren, selbst wenn diese Figur sich auf eine Weise verhält, die einem selbst nie in den Sinn käme.</p>
<p>Ich lebe an der Grenze. Und die Gefahr, der ich mich dadurch ausgesetzt sehe, ist nicht nur eine physische, die mein und das Leben meiner Liebsten bedroht. Ich fürchte vielmehr, dass die Detonation der Katjuscha, all diese <em>anderen</em>, <em>verschiedenen</em> Stimmen schluckt. Im Kriegszustand verschmelzen die Menschen zu <em>einer</em> Masse. Im Schreiben erringe ich die für mich notwenige Entflechtung dieser amorphen Realität, ich kehre zurück zum <em>einzelnen.</em></p>
<p>»Kraftvoll! In Israel eine Sensation.«<em> Cosmopolitan</em></p>
<p>»Ein mutiges, originelles und bewegendes Buch &#8230;«<em> Anat Feinberg, ›Die Welt‹</em></p>
<p>»Reich, schockierend, herzzerreißend &#8211; ich kenne nichts Vergleichbares in der hebräischen Literatur.«<em> David Grossman<br /></em></p>
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		<title>Chris Cleave</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 07:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Cleave]]></category>
		<category><![CDATA[Little Bee]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview spricht Bestseller-Autor Chris Cleave über die Idee zu seinem Roman ›Little Bee‹, den bitter-süßen Ton, den er hierin anschlägt und wie es ist, aus der Sicht zweier so unterschiedlicher Frauen zu schreiben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Der Roman ›Little Bee‹</strong></h4>
<div id="attachment_10766" class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-10766" title="Chris Cleave: Little Bee, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/03/little_bee_178.jpg" alt="" width="178" height="277" /><p class="wp-caption-text">Chris Cleave: Little Bee, dtv premium</p></div>
<p>Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Nigeria. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches widerfahren, und so flieht sie nach England. Dort wird sie in ein englisches Abschiebelager für Asylbewerber gesteckt, wo sie zwei lange Jahre verbringt. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew kennengelernt, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt Andrew sich um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür &#8230;</p>
<p> </p>
<h4><strong>Interview mit Chris Cleave</strong></h4>
<p><strong><div id="attachment_10765" class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-10765" title="Chris Cleave" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/03/Cleave_178.jpg" alt="" width="178" height="240" /><p class="wp-caption-text">Chris Cleave</p></div></p>
<p>1) <strong>Beruht ›Little Bee‹ auf einer wahren Begebenheit?</strong></p>
<p></strong></p>
<p>Nein, aber es gibt eine wahre Geschichte, die mich dazu bewegt hat, diesen Roman zu schreiben. Im Jahre 2001 ist ein Angolaner namens Manuel Bravo nach England geflohen und hat hier Asyl beantragt, da er und seine Familie bei einer Rückkehr nach Angola verfolgt und getötet worden wären. Vier Jahre lang lebte er in vollkommener Ungewissheit über den Ausgang seines Asylantrags.</p>
<p>Schließlich wurden Manuel Bravo und sein 13jähriger Sohn ohne Vorwarnung bei einer Razzia bei Tagesanbruch festgenommen und in einem Abschiebegefängnis in Südengland interniert. Man sagte ihnen, sie würden am nächsten Morgen zwangsweise nach Angola abgeschoben. Manuel Bravo nahm sich daraufhin das Leben, indem er sich an einem Treppengeländer erhängte. Sein Sohn wurde in seiner Zelle geweckt und davon in Kenntnis gesetzt. Der Hintergrund der Geschichte ist folgender: Manuel Bravo hatte sich in dem Wissen, dass Minderjährige nicht unbegleitet aus Großbritannien abgeschoben werden dürfen, das Leben genommen, um das seines Sohnes zu retten. Seine letzten Worte lauteten: »Sei tapfer. Arbeite hart. Lern gut in der Schule.«</p>
<p><strong>2) </strong><strong>Gab es für Sie einen persönlichen Grund, diesen Roman zu schreiben?</strong></p>
<p>Ja, da gab es tatsächlich eine zufällige Begegnung, die mich wachgerüttelt hat. Vor ungefähr 15 Jahren hatte ich verschiedene Jobs in den Semesterferien, und drei Tage lang habe ich in der Kantine des Campsfield House in Oxfordshire gearbeitet. Das ist ein Auffanglager für Asylbewerber – ein Gefängnis, wenn Sie so wollen, voller Leute, die niemals ein Verbrechen begangen haben. Ich wohnte drei Jahre lang zehn Kilometer von diesem Ort entfernt und wusste nicht einmal, dass er existierte.</p>
<p>Die Zustände dort waren erschreckend. Ich kam mit Asylbewerbern ins Gespräch, die durch die Hölle gegangen waren und mit ziemlicher Sicherheit in diese Hölle zurückgeschickt werden würden. Einige von ihnen waren wunderbare Menschen, und es war erschütternd zu sehen, wie wir sie behandelten. Wenn wir Unschuldige ins Gefängnis stecken, machen wir sie krank, und wenn wir sie abschieben, bedeutet das für sie häufig das Todesurteil. Ich wusste, dass ich darüber schreiben musste,  über dieses schmutzige Geheimnis. Und ich wusste, dass ich dabei auch den unerwarteten Humor dieser Flüchtlinge zeigen musste, wann immer möglich &#8211; das Buch musste eine unterhaltsame und spannende Lektüre abgeben,  denn andernfalls würden die Leute gelangweilt wegsehen und nichts von dem, was mir wichtig war, aufnehmen.</p>
<p><strong>3) </strong><strong>Zu was wäre Little Bee imstande, wäre es ihr erlaubt, dauerhaft zu bleiben?</strong></p>
<p>Ich denke, Little Bee könnte alles tun, was sie sich in den Kopf setzt, weil sie per definitionem eine Kämpferin ist. In den 1980ern, als ich ein Teenager war, sahen wir Flüchtlinge als Helden. Die Hunderte, die bei dem Versuch, die Berliner Mauer zu überwinden, starben, beispielsweise. Oder die Piloten, Künstler und Wissenschaftler, die sich aus der Sowjetunion abgesetzt haben. Oder die Helden früherer Generationen – Sigmund Freud, der nach London geflohen ist, um den Nazis zu entkommen, Anne Frank, die nicht weit genug fliehen konnte. Albert Einstein, Karl Marx, Joseph Conrad – sie alle waren Flüchtlinge und ich könnte noch viele weitere aufzählen. Wenn Horror und Dunkelheit über ein Land kommen, sind die Flüchtlinge diejenigen, die es schaffen, davonzukommen. Typischerweise liegen sie über dem Durchschnitt, was intellektuelle Gaben, Vorausschau, Motivation und Ausdauer angeht. Diese Leute will man auf seiner Seite haben. Es ist nur ein Beweis für unsere Überheblichkeit, wenn wir anfangen, sie als Last zu betrachten.</p>
<p><strong>4) </strong><strong>Der Roman ist stellenweise sehr komisch, obgleich er von ernsten und tragischen Ereignissen erzählt. Wie gelingt es Ihnen, diesen bitter-süßen Ton zu treffen?</strong></p>
<p>Es gelingt mir, weil ich gute Leser habe. Ich kann meine Figuren einen ziemlich schwarzen Humor entfalten lassen – zum Beispiel, indem ich verschiedene Methoden aufliste, wie ein nigerianisches Mädchen sich auf einer Gartenparty der Queen umbringen kann. Dabei verlasse ich mich darauf, dass meine Leser verstehen, dass ich hier kein schweres Thema zu einem leichten mache. Vielmehr öffne ich ein düsteres Thema dem Licht, damit es genau betrachtet werden kann. Das ist der einzige Weg, den ich kenne, eine ernste Geschichte über aktuelle Ereignisse zu erzählen, ohne dabei wie ein Oberlehrer zu wirken.</p>
<p><strong><a href="http://www.magazin.dtv.de/index.php/chris-cleave-teil-ii/">Weiter zu Seite 2</a></strong></p>
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