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	<title>dtv Magazin &#187; Finanzkrise</title>
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	<itunes:summary>Der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentiert gelesene Ausschnitte aus aktuellen Büchern mit persönlichen Anmerkungen von Autorinnen, Autoren und Verlagsmenschen. Weitere Informationen zu den vorgestellten Büchern finden Sie unter dtv.de</itunes:summary>
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		<title>dtv Magazin &#187; Finanzkrise</title>
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		<title>Kopfzahl-Paranoia</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 16:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>C. Schneiderbauer - dtv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Brisant]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine bitterböse Insider-Analyse für Opfer der Finanzkrise und alle, die fassungslos betrachten, was da vor sich geht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2803" class="wp-caption aligncenter" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-2803" title="Katharina Weinberger: Kopfzahl-Paranoia" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2009/10/9783423247634.jpg" alt="" width="178" height="277" /><p class="wp-caption-text">Katharina Weinberger: Kopfzahl-Paranoia</p></div>
<p>Der Abbau in den Konzernen hat lange vor der Finanzkrise begonnen. Mitarbeiter wurden als besonders hinterhältiger Kostenfaktor enttarnt und aktienkurssteigernd »freigesetzt«. Was immer der Grund für schlechte Geschäftszahlen war, mit ambitionierten Kostensenkungsplänen konnten die verantwortlichen Manager am einfachsten ihren Kopf retten. Den großen Abbau besorgte ein beispielloser Fusions- und Übernahmefuror. Er schlug breite Schneisen der Zerstörung in die Unternehmenslandschaft und lässt immer mehr Arbeitnehmer, Lieferanten und Kunden ohne Wahl zurück.</p>
<p>Gierig zu sein und auf kurze Sicht zu fahren sind keineswegs Privilegien der Banker. Auch in den börsennotierten Konzernen hat man seit Jahr und Tag nur einen Zeithorizont von drei Monaten mit Blick auf das Allerheiligste, das Quartalsergebnis. So wurden systematisch wichtige Investitionen in die Zukunft gekillt oder die Kostenmesser noch tiefer in die Konzern-Muskeln getrieben, um die Profit-Erwartungen der Marktanalysten nicht zu enttäuschen. Was das für die Kunden und das Personal bedeutete, war egal. Die Lieferanten hatten sich zu fügen. Was immer der Grund für eine Absatzkrise war, die verantwortlichen Manager konnten ihren Kopf retten, wenn sie ambitionierte Kostensenkungspläne präsentierten. Mit erstaunlicher Konsequenz manövrierten die Konzernbosse ihre Unternehmen &#8211; und in der Folge Wirtschaft und Gesellschaft &#8211; kurzsichtig, eigennützig und zwangsläufig in die Sackgasse.</p>
<p>»Dass die Vernichtung von Hundertausenden lukrativer Konzernjobs und das Wuchern billiger prekärer Arbeitsverhältnisse nicht ohne Folgen für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage blieb, konnte keine Überraschung sein. Nur unsere Konzernchefs rechneten offenbar mit der unendlichen Konsumfreude und Leidensfähigkeit der Arbeitnehmer, deren Einkommen sich &#8211; dank der Sparpolitik gegenüber Mitarbeitern &#8211; seit Jahren bekanntermaßen gegenläufig zu jenem der Bosse und der Profite der Konzerne entwickelte.<br />Konsequent haben die Konzerne mit ihrer ›<a title="Mehr zum Buch ›Kopfzahl-Paranoia‹" href="http://www.dtv.de/buecher/kopfzahl-paranoia_von_der_selbstzerstoerung_der_konzerne_24763.html" target="_blank">Kopfzahl-Paranoia</a>‹ und ihrem Raubbau jahrelang das Fundament ihrer eigenen Zukunft und des allgemeinen Wohlstands untergraben. Die unterwürfige Rolle der Politiker in diesem Zerstörungsspiel habe ich nie verstanden. Sie kamen ihrer Aufgabe, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft vorzugeben, in den letzten Jahren nicht mehr nach.« Katharina Weinberger</p>
<p><a title="Mehr über Katharina Weinberger" href="http://www.dtv.de/autoren/katharina_weinberger_13672.html" target="_blank">Katharina Weinberger</a> studierte Betriebswirtschaft und arbeitete danach für Konzerne mittlerer Größe. Im Zuge einer Fusion kam sie ins mittlere Management eines großen internationalen Konzerns. Gewohnt, mit einem kleinen Team kundennah und schnell zu arbeiten, erlebte sie einen Kulturschock.</p>
<p>Es dauerte eine Weile, bis sie die neuen Spielregeln durchschaute. Aufmerksam beobachtete sie die Folgen der katastrophalen Konzernpolitik. Im Rahmen einer der unzähligen Konzern-Restrukturierungen erhielt schließlich auch sie den Abschiedsgruß und hatte danach Freiraum, ihre Beobachtungen zu ordnen und aufzuzeigen, wie die Konzerne selbst nachhaltig die Basis für die Krise legten.</p>
<p>Ihre Erfahrungen bringt sie in Ihrem Buch ›<a title="Mehr zum Buch ›Kopfzahl-Paranoia‹" href="http://www.dtv.de/buecher/kopfzahl-paranoia_von_der_selbstzerstoerung_der_konzerne_24763.html" target="_blank">Kopfzahl-Paranoia</a>‹ auf den Punkt, denn nach ihrer Einschätzung ist die Finanzkrise nur die Spitze des Eisbergs.</p>
<p class="zitat_text">»Mit der Finanzkrise sind die kurze Sicht und die Gier der Manager in das Rampenlicht geraten.«</p>
<p class="zitat_von">Katharina Weinberger</p>
<p><a title="Zur Leseprobe" href="http://book2look.com/vBook.aspx?id=9783423247634" target="_blank"><span class="more-link">Hier geht&#8217;s zur Leseprobe von ›Kopfzahl-Paranoia‹</span></a></p>
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		<title>Kopfzahl-Paranoia</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 08:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. Krause - dtv Lektorin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wichtiger Einblick in die Management- und Personalabteilungen unserer Konzerne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gier und das kurzfristige Denken in Quartalen, die zur derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise geführt haben, wirken sich schon seit Längerem auch auf den Aspekt der Mitarbeiterzahl aus. Katharina Weinberger macht die in vielen Unternehmen vorherrschende »Kopfzahl-Paranoia« als ernstes Problem aus. Häufig wird in erster Linie darauf geschaut, Mitarbeiter einzusparen. Anstatt Unternehmensgewinne dadurch zu erreichen, dass neue Kunden gewonnen werden oder die bestehenden Kunden besser bedient werden, gehen die meisten Konzerne den vermeintlich einfachen Weg der Kostensenkung durch Reduzierung der regulär angestellten Mitarbeiter. So werden ständig Teams verkleinert und umstrukturiert, die Belegschaft wird aus extern-temporären und permanent-temporären Mitarbeitern, Dauerpraktikanten und ausgelagerten Mitarbeitern zusammengesetzt. Auf diese Weise alles andere als ein eingespieltes, effizientes Team. »Doch das ist den Entscheidungsträgern, die immer mehr Zeit für die Administration dieses komplexen Personal-Flickwerks aufbringen müssen, weniger wichtig als die Tatsache, dass sie die Nicht-Angestellten jederzeit problemlos und ohne große Kosten wieder loswerden und die sakrosankte ›Kopfzahl‹ klein halten können.« <em>Katharina Weinberger</em></p>
<p>Katharina Weinberger erlebt diese Unart der Unternehmensführung seit einiger Zeit aus nächster Nähe und bringt auf den Punkt, welche gravierenden Probleme &#8211; und auch Kosten &#8211; daraus für Firmen entstehen.</p>
<p>Ein wichtiger Einblick in die Management- und Personalabteilungen unserer Konzerne. Der Leser wird überrascht sein, auf welche nonchalante Art und Weise Personalabbau betrieben wird und dass trotz vieler &#8211; lang- aber auch kurzfristigen &#8211; negativen Konsequenzen an der vermeintlich effizienten Lösung festgehalten wird. Die erfahrene Führungskraft bietet schließlich auch Ideen, wie dieser fatalen Entwicklung entgegengesteuert werden kann.</p>
<p><em>Nina Krause</em></p>
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