
Was reizt Dich bloß an dieser kargen, gottverlassenen Insel?, fragt mein Vater mich immer wieder. Mit Kopfschütteln nehmen er und einige meiner Freunde zur Kenntnis, dass ich seit fünf Jahren mehrere Monate des Jahres auf Island lebe. Was kann Island mit seinen knapp 320.000 Einwohnern schon bieten?, kommentieren sie.
In diesen Tagen, wo die Medien gefüllt sind mit Berichten über das Inselvolk, lernen sie, dass Island offensichtlich einige gute Literaten hervorbringt, sonst wären wohl nicht rund 200 Werke ins Deutsche übersetzt worden.
In den Medienberichten wird dabei stets die Kreativität der Isländer beschworen. Sie ist inzwischen schon fast zu einer Art Klischee geworden, ähnlich wie der angebliche Glaube an Elfen.
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