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	<title>dtv Magazin &#187; Satire</title>
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	<itunes:summary>Der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentiert gelesene Ausschnitte aus aktuellen Büchern mit persönlichen Anmerkungen von Autorinnen, Autoren und Verlagsmenschen. Weitere Informationen zu den vorgestellten Büchern finden Sie unter dtv.de</itunes:summary>
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	<itunes:subtitle>Der Bücherpodcast des Deutschen Taschenbuch Verlags - dtv</itunes:subtitle>
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		<title>dtv Magazin &#187; Satire</title>
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		<title>Jess Jochimsen: Was sollen die Leute denken</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Jess Jochimsen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Was sollend die Leute denken]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben die Wörter Hund, Hobby, Gartencenter, Psychater, Kellerwohnung, Günther Jauch, Kindergarten, Fernseher und Privatdetektiv gemeinsam? Sie spielen alle eine nicht unerhebliche Rolle in ›Was sollen die Leute denken‹, dem neuen Buch von Jess Jochimsen. Und nachdem ein Stand-Up-Comedian bekanntlich nicht auf den Mund gefallen ist, erzählt Jess Jochimsen ganz kurz, um was es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-18193" title="Jess Jochimsen: Was sollen die Leute denken" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/10/JessJochimsen1_467.jpg" alt="" width="467" height="310" /></p>
<p>Was haben die Wörter Hund, Hobby, Gartencenter, Psychater, Kellerwohnung, Günther Jauch, Kindergarten, Fernseher und Privatdetektiv gemeinsam?</p>
<p>Sie spielen alle eine nicht unerhebliche Rolle in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/was_sollen_die_leute_denken_14048.html">Was sollen die Leute denken</a>‹, dem neuen Buch von <a href="http://www.dtv.de/autoren/jess_jochimsen_389.html">Jess Jochimsen</a>. Und nachdem ein Stand-Up-Comedian bekanntlich nicht auf den Mund gefallen ist, erzählt <a href="http://www.dtv.de/autoren/jess_jochimsen_389.html">Jess Jochimsen</a> ganz kurz, um was es in ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/was_sollen_die_leute_denken_14048.html">Was sollen die Leute denken</a>‹ geht.</p>
<p><span id="more-18191"></span></p>

<p>Günther Jauch als Gott? Interessanter Gedanke. Allerdings ist Günther Jauch bei Ihnen nur sehr bedingt der »liebe Gott«, denn ganz so gut kommt der Lieblingsshowmaster der Deutschen bei Ihrem Erzähler ja nicht weg: Er lässt seinen Kandidaten den Herzenswunsch, ein Holzpferd vom Flohmarkt, vor der Nase wegkaufen und könnte bei der Anmeldung von Eigenbedarf, Potsdam in eine Geisterstadt verwandeln. Haben Sie ein Problem mit Günther Jauch?</p>

<p>Lassen wir Günther Jauch einmal Günther Jauch sein und kommen zu dem Protagonisten von ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/was_sollen_die_leute_denken_14048.html">Was sollen die Leute denken</a>‹. Er fühlt sich wohl in seiner Kellerwohnung, hasst Gartencenter, findet, sein Kind sollte sich keinen Hund, sondern ein Hobby zulegen und lässt sich selbst von einem Privatdetektiv observieren.<br />Während seines Monologes stellt Ihr Erzähler schockiert fest: <em>»Ich bin ein Selbstdarstellungsbeamter. Mein Gewissen ist ein Blockwart. Ich verhalte mich so, wie es von mir erwartet wird. Schlimmer noch: Ich verhalte mich so, dass andere denjenigen in mir sehen, der ich gerne wär.«</em> Was ist das Besondere an ihrem Erzähler?</p>

<p>Einer dieser Momente ist sicherlich der, an dem der Erzähler aus Wut den Fernseher aus seinem Fenster schmeißen will &#8211; ein Unterfangen mit Hindernissen &#8230;</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-19082" title="Jess Jochimsen" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2011/11/JessJochimsen2_200.jpg" alt="" width="200" height="219" />»Blind vor Wut, in einer wirklichen Raserei hab ich den Fernseher gepackt und bin los – aber bis zum Fenster bin ich gar nicht gekommen, weil der noch verkabelt war, der Fernseher, und die haben extrem gut gehalten, die Kabel, die hatten so eine Sicherheitsverschraubung und ließen sich nicht so einfach aus ihren Buchsen reißen. Es war, als ob die nicht nur den Fernseher, sondern auch mich zurückhalten wollten: »Überleg’s dir noch mal, mein Freund! Was sollen die Leute denken?« Aber das hat mich nur umso wütender gemacht. »So redet ihr nicht mit mir, Kabel, so nicht! Ihr seid nutzlose Verbindungen zu einer Welt, die ich im Begriff bin, hinter mir zu lassen.«</em></p>
<p>Wie man sieht, verfolgt die Frage ›<a href="http://www.dtv.de/buecher/was_sollen_die_leute_denken_14048.html">Was sollen die Leute denken</a>‹ Ihren Erzähler in den absurdesten Momenten. Warum stellen Sie diese Frage und was bedeutet Sie für Sie?</p>
<p> </p>
<p>Hand aufs Herz: Wie viel von Ihren eigenen Gedanken, Eigenschaften und Eigenheiten steckt in Ihrem Protagonisten?</p>
<p> </p>
<p> <em>Das Interview führte Marianne Bohl, <span style="text-decoration: underline;">dtv</span></em><em> </em></p>
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		<title>Folge 2: Mit herzlichen Grüßen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 13:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Bohl - dtv Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[dtv Bücher-Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Bajani]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher-Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Mit herzlichen Grüßen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine satirische Betrachtung der Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Hören Sie in der zweiten Folge: Andrea Bajani ›Mit freundlichen Grüßen‹. »Die Strafe für uns ist der Verzicht auf Ihr kreatives Ungestüm, auf Ihr hervorragendes Leistungsprofil. Sagen Sie nicht, das sei eine egoistische Entscheidung, lieber Sparacqua. Derlei Gerede wollen wir doch den Boshaften überlassen. Glauben Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/07/podcast_bajani2.jpg" rel="lightbox[5236]" title="Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen"> <img class="alignnone size-full wp-image-5255" title="Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/07/podcast_bajani2.jpg" alt="Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen" width="467" height="209" /></a></p>
<p>Eine satirische Betrachtung der Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Hören Sie in der zweiten Folge: Andrea Bajani ›Mit freundlichen Grüßen‹.</p>
<p><span id="more-5236"></span></p>
<p><strong>»Die Strafe für uns ist der Verzicht auf Ihr kreatives Ungestüm, auf Ihr hervorragendes Leistungsprofil. Sagen Sie nicht, das sei eine egoistische Entscheidung, lieber Sparacqua. Derlei Gerede wollen wir doch den Boshaften überlassen. Glauben Sie mir, lieber Sparacqua, ich weiß sehr wohl, in welch unerfreuliche Lage diese Entscheidung Sie eventuell stürzt. Wenn Sie sie aber unbedingt missverstehen wollen, dann begreifen Sie einfach nicht, dass ich, dass <em>wir </em>sie zu Ihrem Besten getroffen haben.«</strong></p>
<p>Andrea Bajani schreibt in seinem Debütroman ›Mit herzlichen Grüßen‹ über die oftmals rücksichtslosen Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Wie wird einem Mitarbeiter auf die eleganteste Art gekündigt? Nach der Entlassung des bisher zuständigen Mitarbeiters muss diese brisante Aufgabe einem anderen übertragen werden. In einem von der Firmenleitung angeregten Wettbewerb sticht ein junger Kollege alle anderen aus.</p>
<div id="attachment_12242" class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><a rel="attachment wp-att-12242" href="http://www.magazin.dtv.de/index.php/2010/07/21/bucher-podcast/bajani_178/"><img class="size-full wp-image-12242" title="Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/07/bajani_178.jpg" alt="" width="178" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen, dtv premium</p></div>
<p>Schon bald nennen seine Kollegen ihn nur noch den »Killer«, wenn er mittels brillanter Rhetorik, Sensibilität, Empathie, Herzlichkeit und natürlich ›Mit freundlichen Grüßen‹ die Empfänger seiner Kündigungsschreiben überzeugt, dass die Entlassung nur zu ihrem eigenen Besten geschehe. Mit seiner Karriere geht es steil bergauf , er genießt den Erfolg. Doch bald werden die Arbeitsbedingungen immer aberwitziger.</p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/dtv-magazin/id306724242" target="_blank"><img title="Feed in iTunes abonnieren" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/06/imagesCA3MHNT7.jpg" alt="Feed in iTunes abonnieren" width="21" height="19" />In iTunes aufrufen</a></p>
<p><strong>Folge 2: Andrea Bajani ›Mit herzlichen Grüßen‹</strong></p>
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		<itunes:subtitle>Eine satirische Betrachtung der Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Hören Sie in der zweiten Folge: Andrea Bajani ›Mit freundlichen Grüßen‹. - »Die Strafe für uns ist der Verzicht auf Ihr kreatives Ungestüm,</itunes:subtitle>
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Eine satirische Betrachtung der Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Hören Sie in der zweiten Folge: Andrea Bajani ›Mit freundlichen Grüßen‹.

»Die Strafe für uns ist der Verzicht auf Ihr kreatives Ungestüm, auf Ihr hervorragendes Leistungsprofil. Sagen Sie nicht, das sei eine egoistische Entscheidung, lieber Sparacqua. Derlei Gerede wollen wir doch den Boshaften überlassen. Glauben Sie mir, lieber Sparacqua, ich weiß sehr wohl, in welch unerfreuliche Lage diese Entscheidung Sie eventuell stürzt. Wenn Sie sie aber unbedingt missverstehen wollen, dann begreifen Sie einfach nicht, dass ich, dass wir sie zu Ihrem Besten getroffen haben.«
Andrea Bajani schreibt in seinem Debütroman ›Mit herzlichen Grüßen‹ über die oftmals rücksichtslosen Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur. Wie wird einem Mitarbeiter auf die eleganteste Art gekündigt? Nach der Entlassung des bisher zuständigen Mitarbeiters muss diese brisante Aufgabe einem anderen übertragen werden. In einem von der Firmenleitung angeregten Wettbewerb sticht ein junger Kollege alle anderen aus.

Schon bald nennen seine Kollegen ihn nur noch den »Killer«, wenn er mittels brillanter Rhetorik, Sensibilität, Empathie, Herzlichkeit und natürlich ›Mit freundlichen Grüßen‹ die Empfänger seiner Kündigungsschreiben überzeugt, dass die Entlassung nur zu ihrem eigenen Besten geschehe. Mit seiner Karriere geht es steil bergauf , er genießt den Erfolg. Doch bald werden die Arbeitsbedingungen immer aberwitziger.
(http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/06/imagesCA3MHNT7.jpg)In iTunes aufrufen
Folge 2: Andrea Bajani ›Mit herzlichen Grüßen‹</itunes:summary>
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		<title>Mit herzlichen Grüßen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 06:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Biermann - Übersetzerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Bajani]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Mit herzlichen Grüßen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Kündigung ›Mit herzlichen Grüßen‹ - eine bissige Satire über die Gepflogenheiten in der modernen Unternehmenskultur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Struktureller Sadismus der Chefetage plus struktureller Masochismus des »Humankapitals« &#8211; kristallisiert zu honigsüß vernichtenden Kündigungsschreiben &#8211; gleich modernes Betriebsmanagement. So lernt und praktiziert es der »Killer mit dem Keyboard«. Nach diesem Roman beenden Sie nie wieder irgend etwas »mit herzlichen Grüßen!«, Sie unterschreiben kurz und knapp mit: »Bajani!« Und Sie sehen auch nervenzerfetzendste anarchische Kapriolen von Kindern mit anderen Augen.</p>
<p><em>Pieke Biermann, Übersetzerin von ›Mit herzlichen Grüßen‹</em></p>
<h4><a href="http://book2look.com/CommentsLists.aspx?id=cG4AmYRuW8" target="_blank">Hier geht&#8217;s zur Leseprobe</a></h4>
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		<item>
		<title>Schrecklich schöne Arbeitswelt</title>
		<link>http://www.magazin.dtv.de/index.php/2010/07/02/schrecklich-schone-arbeitswelt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schrecklich-schone-arbeitswelt</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 06:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T. Rausch - freie Journalistin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Bajani]]></category>
		<category><![CDATA[Debüt]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Mit herzlichen Grüßen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[›Mit herzlichen Grüßen‹ und gemeinen Empfehlungen: eine wunderbar melancholische Satire auf die skrupellose Geschäftswelt, verfasst von dem jungen italienischen Autor Andrea Bajani.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>gehören Sie zu den Glücklichen, die sich noch jeden Morgen in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett quälen dürfen? Die schnell im Stehen ein Glas Orangensaft herunterstürzen und dann ins Büro hetzen? Dort brauchen Sie erst mal einen starken Kaffee, um auf Touren zu kommen und die Scherze des gut gelaunten Zimmerkollegen zu ertragen.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch – wir hoffen mit Ihnen, dass es noch lange so bleibt!</p>
<p>Die Zeiten stehen schlecht, da greifen Arbeitgeber schon mal zu ungewöhnlichen Mitteln. Stellen Sie sich vor, Sie erhielten von Ihrem Personalchef eines Morgens einen Brief, so höflich wie diesen. Darin erkundigt er sich nach Ihrem Befinden, Ihrer Gesundheit und Ihrer Familie. Dann verbreitet er sich im Plauderton über die schöne gemeinsame Zeit im Unternehmen und das zuletzt erfolgreich gestemmte Projekt. Und auf Seite drei kündigt er Ihnen. Nur zu Ihrem Besten, versteht sich. Schließlich waren Sie von Anfang an überqualifiziert. Und Sie wollten doch schon immer mehr Zeit für Ihre Familie/Haustiere/Pflanzen/Hobbys etc. haben.</p>
<p>Ein Kündigungsbrief muss ein Werk der Empathie sein, sagt der Verkaufsleiter in <a title="Mehr über Andrea Bajani" href="http://www.dtv.de/autoren/andrea_bajani_13655.html" target="_blank">Andrea Bajani</a>s Roman ›<a title="Mehr zum Buch ›Mit herzlichen Grüßen‹" href="http://www.dtv.de/buecher/mit_herzlichen_gruessen_24793.html" target="_blank">Mit herzlichen Grüßen</a>‹: »Zuneigung, Dankbarkeit, Sympathie, Bedauern, Verlegenheit und die tiefe Solidarität sollten unbedingt durchklingen, ja, geradezu ins Auge springen bei solchen scheinbar – aber eben nur scheinbar – so kühlen Scheidungspapieren.« Der Verkaufsleiter liebt und kultiviert den persönlichen Kündigungsbrief. Bis er selber gehen muss. Nun gilt es, die vakante Stelle zu besetzen. Natürlich nur intern – damit keine neuen Kosten entstehen. Der Erzähler und seine Kollegen absolvieren einen psychologischen Eignungstest für diese verantwortungsvolle Aufgabe: »Der Test war nicht schwer, sie beobachteten einen und fragten, was man sich denn schreiben würde, wenn man sich selbst entlassen müsste. Dann erzählte man, was man, falls man beschlossen hätte, sich selbst zu entlassen, sich selbst schreiben würde, und sie sahen einem in die Augen und sagten, was sie darin lesen konnten.« Der Erzähler macht seine Sache gut. Er verweist auf die ungünstige Konjunktur, bringt sein Mitgefühl zum Ausdruck, verdrückt ein Tränchen auf dem Papier – und setzt sich mit dem richtigen Maß an Sensibilität, Empathie, Herzlichkeit und Standfestigkeit gegen seine Mitbewerber durch.</p>
<p>Die Perfektion, mit der er seine in der Prüfung unter Beweis gestellten Qualitäten tatsächlich anwendet, überrascht sogar seinen Chef: Honigsüß, aber knallhart feuert er einen älteren Mitarbeiter ebenso wie eine aufopferungsvolle Sekretärin. Eine Kollegin im Rollstuhl setzt er an ihrem Geburtstag vor die Tür. Fortan wird er der ›Killer‹ genannt – und während er in der Gunst des Personalleiters immer weiter steigt, beginnen seine Kollegen ihn zu fürchten, und dann …</p>
<p>Sie wollen wissen, wie es weitergeht? Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Wegen privaten Surfens während der Arbeitszeit sind Sie hiermit gekündigt. Fristlos. Uns trifft der Verlust schmerzlich – beruflich und menschlich. Aber Sie haben nun endlich genügend Zeit zum Lesen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen</p>
<p>Ihre Personalabteilung</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><a title="Zur Leseprobe" href="http://book2look.com/vBook.aspx?id=cG4AmYRuW8" target="_blank"><span class="more-link">Hier geht&#8217;s zur Leseprobe</span></a></h4>
<div id="attachment_4962" class="wp-caption aligncenter" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-4962" title="Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen, dtv premium" src="http://www.magazin.dtv.de/wp-content/uploads/2010/07/mit-herzlichen-grussen_178.jpg" alt="" width="178" height="277" /><p class="wp-caption-text">Andrea Bajani: Mit herzlichen Grüßen, dtv premium</p></div>
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